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27.06.14  Die gemütliche Zwischensaison – jetzt wird es richtig hart …

Jedes Jahr ein schöner Moment in der Laufsaison: Mit den „10 Meilen Laufen“ gehen die Frühjahrsläufe zu Ende und bis zu den ersten Herbstläufen lege ich – und das ist inzwischen Tradition – eine kleine Sommerpause ein. Während die Berggeissen, zu denen ich mich (noch) nicht zähle, in den letzten Vorbereitungen für Zermatt, Aletsch, Eiger Ultratrail und andere Höhenmeterfestivals stecken, geniesse ich mal wieder einfach das Laufen selber. Ganz ohne Analyse der Kilometerzeiten oder durchgeplante Trainingseinheiten laufe ich los und freue mich über die wunderschöne Landschaft im Laufental. So war es zumindest bis jetzt. Doch dieses Jahr sieht es leicht anders aus …

Die Video- und Fotoaufnahmen der „10 Meilen Laufen“ brachten es schonungslos ans Licht: Ich bin in Sachen Lauftechnik noch lange nicht dort, wo ich hinkommen möchte. Viel schlimmer noch, die Bilder zeigen, dass es um meinen Laufstil schlimmer steht als erwartet. Nichts von graziösem Über-die-Strecke-Gleiten. Viel eher könnte man das Bild mit Chuck Berrys Duckwalk vergleichen. Der Rücken gebeugt, die Hüfte eingeknickt und das „Fudi“ weit nach aussen gereckt – nicht gerade das, was man unter effizienter Technik versteht. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die Aufnahmen, die ich gesehen habe, allesamt entweder gegen Rennende oder kurz nach einem happigen Anstieg entstanden sind. Aber schlussendlich lässt sich das nicht beschönigen und ich muss an meinem Laufstil arbeiten, wenn ich meine Zeiten weiter verbessern will.

Ein solches Unterfangen verlangt nach anständiger Unterstützung, am besten durch einen erfahrenen Profi. Aber durch wen? Achim Achilles, der deutsche Laufgott und Held aller Hobbyläufer? Nein, denn sein Stil ist noch schlimmer als meiner. Die Gebrüder Steffny vom Laufmagazin Spiridon? Vielleicht. Immerhin sind sich die beiden einig, dass sie in Sachen Laufsport immer und überall Recht haben. Das Problem dabei ist, dass sie zwar hervorragende Sportjournalisten sind, ihre Texte aber eher als Korrekturübungen für den Deutschunterricht in Frage kommen als zur Verbesserung der Lauftechnik. Es kann also nur einen geben: Dieses Schicksal gehört in die Hände von Onkel Greif persönlich! Und genau der wird mich ab heute schleifen. Zu meinem Vorteil nur in gedruckter Form und nicht als leibhaftige Erscheinung, wobei ich letzteres auch sehr gerne annehmen würde.

Zum Auftakt ging es also heute für ein erstes Techniktraining auf die Hausrunde. Die Zeit war zweitrangig und ich konnte sogar der Versuchung widerstehen, am Ende den Km-Schnitt auf der Uhr abzurufen. Vielmehr konzentrierte ich mich auf eine aufrechte Körperhaltung, einen guten und stabilen Armeinsatz und vor allem darauf, dass das Becken immer schön nach vorne gedrückt wird. Gar nicht so leicht und vor allem viel anstrengender als im „Äntefudigang“ durch die Gegend zu watscheln. Am Ende war ich aber zufrieden und konnte vereinzelt sogar Momente ausmachen, in denen es zu stimmen schien und ich merklich mehr Vortrieb hatte als auch schon. Also, es wird wohl nichts mit dem gemütlichen Sommertraining. Dennoch freue ich mich auf einige Trainingsläufe, die ich schon lange nicht mehr gemacht habe und die ich mir für die nächsten Wochen fest vorgenommen habe – immer mit dem Augenmerk auf einen verbesserten Laufstil, versteht sich :-)