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12.07.14  Running Tunes (Part 1)

Als meine Webseite noch ein Gemischtwarenladen aus Musik- und Laufsportthemen war, hatte ich mal einen Blog-Artikel über die Musik geschrieben, die ich beim Training und während des Wettkampfes höre. Seit über einem Jahr laufe ich die Wettkämpfe bewusst ohne Musik und geniesse stattdessen die tolle Stimmung (oder ist es Schadenfreude?), die überall dort herrscht, wo sich schwitzende Frauen und Männer im Laufschritt über markierte Strecken bewegen. Was das Training betrifft, so ist und bleibt die Musik aber ein wichtiger Bestandteil, den ich weder missen noch unterschätzen möchte. Im Folgenden öffne ich meine Playlists. Dies im Wissen darum, dass sie wohl für mich selber stimmen, andere Läuferinnen und Läufer aber vielleicht nicht in gleichem Masse unterstützen werden. Aber wer weiss, vielleicht ist ja doch der eine oder andere Geheimtipp dabei, den man mal ausprobieren könnte?

Los geht’s! Zuerst gilt es, zwischen Alben, die ich im Moment regelmässig höre und die wahrscheinlich in ein paar Wochen oder Monaten wieder vom Player verschwinden, und gezielt für das Lauftraining zusammengestellten Playlists zu unterscheiden. Beginnen wir mit den Alben.

Da ist aktuell vor allem eine Neuerscheinung zu erwähnen: Outsider von Uriah Heep. Heep ist eine der Bands, die mich seit meiner frühen Kindheit begleiten (zusammen mit Status Quo und The Who). Das neue Album der Altmeister des britischen Rock überzeugt dabei auf ganzer Linie und erinnert stellenweise stark an deren Blütezeit in den frühen Siebzigern. Zum Laufen eine überaus fröhliche, treibende und motivierende Musik. Ein Beispiel aus dem neuen Album: http://www.youtube.com/watch?v=EylsjEqvNKQ

Dann bin ich vor einigen Tagen wie so oft per Zufall auf ein Album aufmerksam geworden, das ich wohl nie gezielt gesucht hätte: Live at Sweden Rock 2013 von Europe. Nun ist Europe nicht gerade die Band, die ich oft höre und ehrlich gesagt kann ich The Final Countdown seit den frühen Neunzigern nicht mehr hören. Da ich bis anhin nur diesen Song und Carrie von Europe kannte, nagelte ich die Band an diesen beiden poppigen Schmalzsongs fest, womit sie für mich als uninteressant abgestempelt waren. Doch weit gefehlt! Als ich neulich wieder einmal die unendlichen Weiten der Videovielfalt auf YouTube durchkämmte, stolperte ich über ein Drumsolo von Ian Haugland. Haugland war mir vor allem als der Drummer bekannt, der bei Glenn Hughes auf Burning Japan Live getrommelt und dabei überzeugt hat. Also klickte ich das Video an und staunte nicht schlecht, als ich bemerkte, dass dieses Drumsolo ein Ausschnitt aus einem Europe-Konzert war. War Haugland etwa Gastdrummer bei Europe? Wikipedia klärte mich auf: Nein, Haugland war seit eh und je Drummer der Band. Das Solo, ein gekonntes Gekessel zur Begleitung von Rossinis Willhelm-Tell-Ouverture, weckte die Lust auf mehr. Wenig später hatte ich das Live-Album auf meinem Player und staunte erneut, welch grossartigen Bombast-Rock Europe da vollbrachte. Nach einer Woche intensiven Hörens auf und neben der Laufstrecke komme ich zum Schluss, dass das finale Abwärtszählen zwar noch immer ein Verbrechen an der Rockmusik ist, Carrie aber im Gesamtzusammenhang dieses Live-Albums eine durchaus willkommene Verschnaufpause bietet und das Album insgesamt eines der besten Live-Alben meiner Mediathek ist. Mit einer Länge von 2:16 h ist es zudem ein heisser Kandidat für lange Läufe. Auch hier ein Appetithäppchen: http://www.youtube.com/watch?v=ubeGE15-PJU

Live in Concerts des deutschen Bluesgitarristen Henrik Freischlader ist eine Doppel-CD, bestehend aus zwei kompletten Konzerten der Band. Dieses Album hat mich vor allem während der Vorbereitung auf den Paris-Marathon oft im Training begleitet und ist eine passende Wahl für lange, aber ruhige Läufe. Das Album beginnt allerdings mit einem Feuerwerk, das für die bevorstehenden 35 km motiviert: http://www.youtube.com/watch?v=y8GbhMxiAgk

Um die Album-Tipps abzurunden, folgt zum Schluss eine Band, die ich erst gestern Abend für mich entdeckt habe. Eigentlich war ich wegen Deep Purple am Summerstage Festival in der Grün 80 in Münchenstein, um mein inzwischen 8. Konzert der Band zu besuchen. Wie es bei Festivals so üblich ist, muss man vor dem Hauptact noch eine oder mehrere Vorbands über sich ergehen lassen. Nicht so beim gestrigen Auftritt von The Dandy Warhols. Die Band aus dem amerikanischen Portland kannte ich noch nicht und so war ich gespannt, wie die wohl tönen. Und ich wurde nicht enttäuscht! The Dandy Warhols spielen eine spannende Mischung aus eher sphärischen Klängen, gespickt mit dem einen oder anderen packenden Rock-Riff. Auch diese Musik eignet sich besonders für lange, ruhige Läufe, bei denen das Tempo nebensächlich ist und es mehr um das gute Laufgefühl geht. Als Album kann ich das erst kürzlich erschienene Live-Album Thirteen Tales from Urban Bohemia Live at the Wonder empfehlen. Dazu ebenfalls der erste Song als Video: http://www.youtube.com/watch?v=dZbaW90pQDw

Und nun zu den Playlists. Dabei geht es in erster Linie darum, sich eine Liste von Songs zusammenzustellen, die optimal auf das geplante Training zugeschnitten ist. Eine Playlist, die ich ursprünglich für schnelle Bahntrainings zusammengestellt habe, die aber inzwischen auch bei Intervall-Trainings auf der Strasse zum Einsatz kommt, ist diese hier:

Dies ist die Standardliste, die je nach aktuellen Vorlieben um weitere Titel ergänzt oder um nicht mehr ganz so passende Songs gekürzt wird. Auf jeden Fall bietet diese Liste eine geballte Ladung Motivation und ist somit genau die richtige Auswahl für Trainings, bei denen es auch mal etwas härter zur Sache geht und man sich durchbeissen muss. Start Me Up ist seit London 2012 mein bevorzugter Warm-up-Song!

Die folgende Liste hat einen anderen Hintergrund. Diese Songs habe ich vor einiger Zeit für Trainingsläufe zusammengestellt, die früh morgens stattfinden. Da ich selber Mühe habe, früh aufzustehen und dann gleich eine mehr oder weniger zielgerichtete Trainingseinheit abzuspulen, habe ich mir dieses kleine Motivationsprogramm zurechtgelegt. Ich mag diese frühen Läufe deshalb nicht besser, aber sie laufen sich wenigstens etwas fröhlicher:

Das wär’s für den Moment. Wer selber Album-Tipps oder Playlists hat, die sich zum Laufen eignen, ist herzlich eingeladen, mir diese zu schicken. Ich werde sie dann gerne hier veröffentlichen. Dazu benutzt ihr am besten das Kontaktformular auf dieser Webseite. Und wenn man mal gar keine Idee hat, was man beim Laufen hören soll: Der Gesang der Vögel und das Zirpen der Grillen im Sommer ist auch ganz schön!