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01.03.15  Neue persönliche Bestzeit und trotzdem unzufrieden

Was war das für eine Woche! Zuerst fasste ich am Dienstag aus heiterem Himmel einen Hexenschuss und konnte Mittwoch / Donnerstag kaum aufrecht gehen. Am Donnerstagnachmittag war dann immerhin wieder ein Trainingslauf über 14 km im Schnitt von rund 5 Minuten möglich und die Teilnahme am 10 km de Payerne von heute Sonntag schien wieder realistisch. Und dann dieses Rennen!

Aber der Reihe nach. Gesund und munter reiste ich heute Morgen nach Payerne. Die Rückenprobleme der letzten Woche waren endgültig kein Thema mehr und ich fühlte mich bestens. Eine neue PB über 10 km sollte auf jeden Fall möglich sein, stammte doch die bisherige von 42.28,3 vom Zürcher Silvesterlauf 2013. Eine deutliche Verbesserung war also fällig. Nach den Intervallzeiten der vergangenen Wochen zu schliessen, rechnete ich aber nicht damit, mein erklärtes Ziel von einer Zehnerzeit unter 40 Minuten heute erreichen zu können. Zwar waren die einzelnen Intervallabschnitte durchwegs im Zielbereich von rund 3:56 / km. Zwischen einzelnen schnellen Kilometerintervallen und einem 10-km-Lauf am Stück schien mir aber dann doch noch ein Unterschied zu bestehen.

Doch es lief von Anfang an gut. Sehr gut sogar! Bis KM 6 lag ich rund eine halbe Minute unter der Sollzeit. Mir war aber auch klar, dass diese halbe Minute schnell im Nichts verschwinden würde, wenn ich das Tempo nicht mehr halten könnte. Und genau das trat dann auch auf den letzten drei Kilometern ein. Die KM 8 und 9 lief ich mit 4:06 bzw. 4:07 deutlich zu langsam. Der letzte Kilometer war zwar nochmals etwas schneller, doch rund 300 Meter vor dem Ziel sah ich die Zeit davoneilen und glaubte nicht mehr daran, die 40 Minuten unterbieten zu können.

Im Ziel schätzte ich die Zeit auf ungefähr 40:05. Die Uhr selber zeigte nach dem Stoppen aber 39:55 an. Was? Konnte das stimmen? Wenn ja, wäre die Sensation perfekt und die Freude riesengross. Mein Kollege, der sein Handy griffbereit hatte, konnte da schnell Klarheit schaffen und die Zeit bei Datasport nachschauen: 40.01,9 – die wohl undankbarste Zeit, die ich je gelaufen bin …

Eigentlich sollte ich mich ja freuen, denn schliesslich habe ich eine neue persönliche Bestzeit, die deutlich unter der alten liegt. Aber eben, soooooooooo knapp vorbei geht gar nicht. Deshalb habe ich zu Hause als erstes den Laufguide nach möglichen 10-km-Läufen durchforstet, die noch vor meinem Start am Warschau Marathon stattfinden. Dank meinen äusserst läufer- und enkelfreundlichen Eltern stand schon kurz darauf fest: Janne geniesst ein Wochenende bei den Grosseltern und ich laufe am 28. März an den Schweizer Meisterschaften über 10 km Strasse in Uster. Wenn ich die 40 Minuten dort nicht knacke, dann wird es dieses Jahr definitiv nichts mehr – aber die werde ich dort knacken, oh ja!