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16.12.13  Neue PB zum Saisonende!

Der Zürcher Silvesterlauf stand schon Mitte Jahr als letzter Lauf meiner Saison 2013 fest und dies aus mehreren Gründen: Erstens handelt es sich um einen Traditionslauf, der seit 36 Jahren stattfindet und jährlich noch mehr Läuferinnen und Läufer, Jogger/innen, Mixed Teams und Kinder begeistern kann. Zweitens führt der Lauf über eine Strecke von 10 km und das auf einem weitgehend flachen, asphaltierten Rundkurs – genau mein Ding. Ja, und drittens standen da noch die 44.50,5 als persönliche Bestzeit über den Zehner. Die im August 2012 aufgestellte Zeit sollte endlich unterboten werden und Zürich schien der richtige Ort zur richtigen Zeit zu sein.

Bestens erholt von meinen Hüftbeschwerden fuhr ich gestern Mittag in die Limmatstadt und war zuerst einmal begeistert von der hervorragenden Organisation. Für die Läuferinnen und Läufer wurde sogar das City Hallenbad reserviert, so dass ich ein abschliessbares Garderobekästchen, eine saubere, warme Garderobe und ausreichend Duschen mit genug Warmwasser vorfand. All das ist bei Laufveranstaltungen in dieser Grössenordnung (rund 17‘000 Starterinnen und Starter, die Kinder mitgezählt) nicht selbstverständlich.

Auch sonst wusste der Anlass zu überzeugen. Vor allem die Streckenführung vom Bellevue entlang der Limmat zum Central und via Bahnhofstrasse, Rennweg und Paradeplatz zurück zum Fraumünster führte mir vor Augen, dass Zürich eigentlich doch ganz schön sein kann.

Doch ich war ja nicht der Schönheit wegen in Zürich. Nein, ich wollte alles geben und endlich eine neue persönliche Bestzeit aufstellen. Schon beim Warm-up hatte ich das Gefühl, dass das klappen könnte. Beim Start herrschte auf dem ersten Kilometer ein ziemliches Gedränge, da allein in meinem Block über 2'000 Leute auf einmal lospreschten. Nach der ersten von vier Runden verteilte sich das Feld aber langsam und ich konnte immer besser mein Tempo laufen, ohne dauernd aufpassen zu müssen, dass ich nicht über den Vordermann stolperte oder jemandem hinter mir im Weg stehe. Leider gab es auch an diesem Lauf einige, die sich ihre Ideallinie durch Ellbogeneinsatz erkämpften, doch sie hielten sich in Grenzen.

Nach der ersten Runde zeigte die Uhr eine Zwischenzeit von 10.03, nach der zweiten 20.10 und nach der dritten 30.33 – eine schön regelmässige Sache also. Leider erwischte ich nach der dritten Runde den falschen Knopf an meiner Uhr. Statt die Zwischenzeit zu nehmen, hielt ich die Zeit gleich ganz an. Als ich das nach der Hälfte der letzten Runde bemerkte, spielte es keine Rolle mehr. Ich wusste, dass ich die 44.50,5 auf jeden Fall unterbieten würde, wenn ich denn nur einigermassen flott ins Ziel komme.

Die letzte Rechtskurve gab den Blick auf den Zielbogen und die laufende Zeit frei: 42.56. Ein letzter Sprint, um noch unter 43 Minuten anzukommen. Im Ziel realisierte ich dann, dass ich nicht zuvorderst an der Startlinie gestanden war und somit auf meine Nettozeit bezogen noch ein gewisses Zeitpolster übrig hatte. Eine hohe 42er-Zeit schien also realistisch zu sein. Da meine Uhr ja seit Runde 3 nicht mehr mitgezählt hatte, musste ich aber bis zu Hause warten, um die Gewissheit zu haben: 42.28,3 – ich habe es geschafft, und wie!

Mit dieser neuen persönlichen Bestzeit bin ich sehr zufrieden. Sie zeigt klar den Leistungsbereich auf, in dem ich mich bewege. Mehr liegt im Moment nicht drin und mit dieser Zeit in der Resultatliste kann ich getrost die Winterpause geniessen.

Überhaupt war es eine sehr gelungene Saison mit zahlreichen Höhepunkten:

  • Neue persönliche Bestzeit über 10 km (42.28,3)
  • Neue persönliche Bestzeit über 10 Meilen (1:14.34,4)
  • Neue persönliche Bestzeit im Halbmarathon (1:38.03)
  • Erste (und sicher nicht letzte) Teilnahme an den 20 km de Lausanne
  • Erster Berglauf von Villeret auf den Chasseral und zurück (26 km / 1‘000 Höhenmeter)
  • Teilnahme als Sehbehinderten-Guide am Kerzerslauf, am GP Bern, am Basler Bruggelauf und am Basler Stadtlauf

Daneben konnte ich die Grundausdauer verbessern, an der Lauftechnik feilen, neue Routen in der Region und an der Grenze zur Romandie ausprobieren und vor allem viele wunderschöne Trainings- und Laufkilometer abspulen.

Nun ist Winterpause angesagt, bevor ich am 13. Januar 2014 in die Vorbereitung auf den Paris Marathon einsteigen werde. Bis Ende Dezember plane ich die Laufteilnahmen im nächsten Jahr. Spätestens Anfang Jahr wird es hier auf LukasReinhard.ch weitergehen, dann unter anderem auch mit einem eigenen Bereich rund um meinen ersten Marathon, der jetzt schon als Highlight der Saison 2014 feststehen dürfte.

Ich wünsche allen Leserinnen und Leser meiner Webseite frohe Festtage, einen guten Jahreswechsel und viel Freude im neuen Jahr und bedanke mich an dieser Stelle auch für die zahlreichen Likes und Kommentare auf meiner Facebook-Seite! Auf ein erfolgreiches Laufjahr 2014!