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18.02.17  Ein Auftakt zum Vergessen – oder doch nicht?

Er war als Formtest gedacht, der heutige 38. Leimentaler Langstreckenlauf. Nicht mehr und nicht weniger, einfach nur ein Formtest. Aber wie zu erwarten war, wollte ich mich nicht damit begnügen. Hefte ich mir eine Startnummer ans Trikot, so will ich so schnell wie möglich vom Start ins Ziel laufen. Das war auch heute nicht anders und ich liebäugelte sogar mit einer Zeit unter einer Stunde, was eine Verbesserung um zwei Minuten gegenüber dem Vorjahr gewesen wäre. Doch daraus wurde nichts …

Im Gegenteil, es lief über weite Strecken dieses 15-km-Rennens harzig und ich kam beim besten Willen nicht auf Touren. Die Anfangsphase war zwar ganz ok und die ersten Kilometerzeiten stimmten nicht schlecht. Doch dann hatte ich schon nach wenigen Kilometern keine Kraft mehr in den Beinen. Der Puls war zwar ruhig, die Atmung regelmässig, doch ich kam einfach nicht vom Fleck. Mag sein, dass ich am Morgen zu wenig gegessen hatte und die Banane vor dem Start auch keine vollwertige Mahlzeit wettmachen konnte. Kann aber auch sein, dass mir im Moment noch ernsthaft die Tempohärte fehlt und ich mich in den vergangenen Wochen zu sehr geschont habe. Oder ich habe einfach einen schlechten Lauftag erwischt. Kann sein.

Fakt ist, dass ich selbst in flachen Streckenabschnitten kaum über Kilometerzeiten von 4:30 hinauskam und mich teilweise sogar eher der 5-Minuten-Marke näherte. Dank einiger schneller Ausnahmekilometer zwischendurch lag die Durchschnitts-Pace am Ende bei 4:16, was aber immer noch deutlich zu langsam ist. So wurden es statt zwei Minuten weniger am Ende zwei Minuten mehr und ich beendete den ersten Lauf der neuen Saison mit 1:03.58 auf Platz 18 der Alterskategorie.

Betrachte ich den Lauf heute nur als Formtest, so muss ich klar feststellen: Die Form stimmt noch nicht. Dagegen sprechen aber die an sich guten Trainings der letzten Wochen. Bleibt also nur eines: Den Lauf leistungsmässig abhaken und vorwärts schauen!

So ganz zum Vergessen ist dieser Saisonauftakt aber doch nicht. Abgesehen von der läuferischen Leistung war es ein wunderschöner und gelungener Nachmittag. Nach einer schier endlos scheinenden Winterpause, die aber letztlich gerade einmal zwei Monate dauerte, war es einfach schön, all die bekannten Gesichter wiederzusehen und mit dem einen oder anderen guten Laufkollegen ein paar Worte zu wechseln und sich nach der aktuellen Form und den Plänen für die kommenden Monate zu erkundigen. Am Ende machte ich mich mit einem Lächeln auf den Heimweg. Der Laufzirkus ist zurück, es hängt wieder ein angenehmer Perskindol-Duft in der Luft und Sprüche wie „Keine Gnade für die Wade“ sind endlich wieder Programm. Auf geht’s!