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26.03.17  Ich stehe auf SM und mag auch „Fifty Shades of Grey“!

So, jetzt ist es raus. Das musste einfach sein, schliesslich will ich mich auf meiner eigenen Webseite nicht verstellen und als jemanden ausgeben, der ich nicht bin. Wen das jetzt fassungslos und betroffen zurücklässt – tut mir leid, das wollte ich nicht. Wer sich aber auch für die Hintergründe meiner Neigungen interessiert, soll weiterlesen.

Meine erste SM-Erfahrung liegt zwei Jahre zurück. Damals schrammte ich am „10 km de Payerne“ um läppische zwei Sekunden an der 40-Minuten-Marke über 10 km vorbei. Grund genug, mich für die 10 km SM in Uster anzumelden, die noch im selben Monat stattfand. Und Schweizer Meisterschaften sind nun einmal eine feine Sache. Bei einem solchen Anlass erwarten einen als Läufer eine offiziell vermessene, meist sehr flache und nicht selten sogar durchgehend asphaltierte Strecke – und die sind nun einmal am besten dafür geeignet, schnelle Zeiten zu laufen und im Idealfall sogar eine neue persönliche Bestleistung rauszuhauen.

Mich auf die schönen Erinnerungen der 10 km SM in Uster von 2015 besinnend, bei der ich mit 39.40,9 auch tatsächlich zum ersten Mal die 40 Minuten knacken konnte, entschied ich mich bei der Planung des Vorbereitungswettkampfs im Hinblick auf den Hamburg Marathon für die Neuauflage der Schweizer Meisterschaften, diesmal in Oensingen.

Und auch diese SM hielt, was sie versprach. Eine bessere Strassenlaufstrecke findet man wohl nicht so schnell ein zweites Mal. Auf eine kurze Startschleife folgten zwei grosse, jeweils in entgegengesetzter Richtung verlaufende Hauptschleifen. Jede der beiden Runden enthielt gerade mal die absolut notwendigen Kurven, damit man am Ende wieder im Ziel ankam und keine einzige unnötige Abzweigung, Ehrenschlaufe oder ähnliches. Zudem war die Strecke über die ganzen 10 km angenehm breit und hervorragend asphaltiert.

Nicht dass wir uns jetzt falsch verstehen. Auch ich mag es, durch den Wald, übers Feld oder auch mal auf einsamen Single-Trails unterwegs zu sein. Aber wenn ich mir eine Startnummer ans Trikot hefte, so sind flache, breite, asphaltierte Laufstrecken nun einmal mein bevorzugtes Terrain. Und wenn man mal 10 km über Asphalt läuft, so stellt man erstaunt fest, welche Nuancen es da gibt – fifty shades of grey eben :-)

Bei diesen Traumbedingungen, bei denen auch das Wetter mitspielte, musste also eine entsprechend gute Zeit möglich sein. Nach den überraschenden 38.58 am Allschwiler Klausenlauf Ende letzte Saison liebäugelte ich heute nach vier guten und formgebenden Marathontrainingswochen mit einer Zeit im Bereich von 38:30. Am Ende schaute sogar eine deutliche PB von 38.15,8 raus, die mich gleich in zweierlei Hinsicht enorm freut. Einerseits konnte ich heute das ganze Rennen gleichmässig und stabil laufen, hatte nie das Gefühl, nachlassen zu müssen und fand mit einer Pace von rund 3:50 min / km ein Tempo, das ich über zehn flache Kilometer gut halten konnte. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das ein grosser Schritt nach vorne. Zweitens – und das ist noch viel wichtiger – ist das heutige Ergebnis die Bestätigung dafür, dass ich in der Marathonvorbereitung auf dem richtigen Weg bin.

Nun folgen nochmals vier Wochen und dann steht mit dem Hamburg Marathon das erste ganz grosse Saisonhighlight vor der Tür. Bis dahin werden aber noch einige Schweisstropfen fliessen – ein bisschen reales SM muss dann halt trotzdem sein :-)