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13.08.17  Die fetten Ferientage sind vorbei – die Saison geht weiter

Das ist ein Berliininmunkki:

Den gibt es in Finnland, die besten übrigens im S-Market. „Ein ganz normaler Berliner mit Zuckerglasur“, werden jetzt wohl die meisten denken. Aber weit gefehlt! Ein Berliininmunkki ist ein geradezu himmlisch köstlich schmeckendes Gebäck, das mit einem herkömmlichen Berliner etwa so wenig gemeinsam hat wie der HC Ambrì-Piotta mit gepflegtem Eishockeyspiel. Kurz: Zwei völlig verschiedene Paar (Lauf-)Schuhe. Nun, jedenfalls gönnte ich mir in meinen zweieinhalb Wochen Ferien in Finnland jedes Mal einen solchen Berliininmunkki, wenn wir einkaufen gingen. Und wir gingen oft einkaufen.

Nach meiner Rückkehr in die Schweiz hatte ich zwei Wochen Zeit, um mich wieder vermehrt dem Lauftraining zuzuwenden und die übertriebene Kalorienzufuhr zu drosseln bzw. durch geeignetere Nahrungsmittel zu ersetzen. Beides gelang mir – na ja – sagen wir mässig. Ja, ich trainierte wieder öfter und nein, ich ass nicht mehr so viel und auch (zwangsläufig) keine Berliininmunkki mehr. Nun ist der Laufsport zum Glück so ehrlich und gibt einem spätestens im Rennen eine klare Rückmeldung, die man weder ignorieren noch schönreden kann.

Diese Rückmeldung holte ich mir nach den zwei mässigen Trainingswochen am 22. Münsiger-Louf ab. Gut aufgewärmt und voller Tatendrang ging ich in dieses 10-km-Rennen, das ich für eine Standortbestimmung nach der Sommerpause nutzen wollte. Den ersten Kilometer lief ich wunschgemäss in 3:43 min, den zweiten noch in 3:55 min. Beim dritten piepste die Uhr erst nach 4:10 min und von da an pendelte ich mich bei Kilometerzeiten zwischen 4:10 und 4:20 ein. Die erfreuliche Erkenntnis dabei war die, dass ich von der Stabilität her ein gutes Gefühl hatte und nach eigener Einschätzung auch ziemlich rund lief. Die weniger erfreuliche Seite war das Tempo, das deutlich langsamer war als erhofft und das ich auch nicht mehr anziehen konnte. So stand die Uhr im Ziel bei 41:32,4 still. Zu langsam, wenn man bedenkt, dass der Münsiger-Louf durch eine schnelle und flache Strecke überzeugt. Allerdings durchaus im Bereich dessen, was zu erwarten war, wenn man den hochfrequenten Verzehr der wirklich sehr, sehr leckeren Berliininmunkki in den letzten paar Wochen bedenkt.

Nach diesem ersten Formtest steht fest: Ich muss wieder ernsthaft und damit verbunden auch wieder in höherem Tempo trainieren. Und ja, ich muss mich wieder an die Essgewohnheiten vor meiner Bekanntschaft mit den köstlichen rosafarbenen Kalorienbomben gewöhnen. Die gute Nachricht zum Schluss: Beides traue ich mir durchaus zu. Der nächste Formcheck vor Beginn der Marathonvorbereitung folgt in drei Wochen am 9. Crossrun in Therwil.